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Neue WHO-Empfehlung: „Saubere Luft“

Die Weltgesundheitsorganisation hat Ihre Empfehlungen zu Grenzwerten von Luftverschmutzung verschärft. Laut WHO zeigen neue wissenschaftliche Studien, dass Luftschadstoffe eine der wichtigsten Gefahren für unsere Gesundheit sind. Saubere Atemluft gehört deshalb zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen.
Barbara Hoffmann, Professorin und Leiterin der Arbeitsgruppe Umweltepidemiologie der Universität Düsseldorf: „Ich sehe die große Bedeutung dieser neuen WHO-Leitlinien vor allem darin, dass sie zeigen, dass es keine 'ungefährliche' Luftverschmutzung gibt“.

Sehr guter Artikel zum Thema: Süddeutsche Zeitung

Neue Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Luftschadstoffe Empfehlung
WHO 2005
Empfehlung
WHO 2021
Grenzwert
EU 2008
Spotmessung
2016-2019
in Esslingen*
Feinstaub PM10 20 µg/m3 15 µg/m3 40 µg/m3 25 µg/m3
Feinstaub PM2,5 10 µg/m3 5 µg/m3 25 µg/m3  
Stickstoffdioxid 40 µg/m3 10 µg/m3 40 µg/m3 46 µg/m3
*Gemittelte Werte von 2016 bis 2019. Für PM2,5 gibt es keine Messwerte.

Luftschadstoffe

Die wichtigsten Verursacher

Hier sind die Einzelemittenten aus dem Emissionskataster der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg aufgeführt.
Die 2021 aktuelle Veröffentlichung stammt von 2017 mit Zahlenbasis aus 2014.

Feinstaub PM10 - schädigt obere Atemwege und Lunge

Straßenverkehr 30 %
Landwirtschaft/Tierhaltung (Ursache Ammoniakemissionen) 21 %
Holzheizungen 18 %
Baumaschinen und andere mobile Maschinen/Geräte 10 %
Industrie 10 %
restliche Einzelemittenten 11 %
PM10=Partikel kleiner 10 Mikrometer

Feinstaub PM2.5 - schädigt Lunge und Herz-Kreislauf-System

Holzheizungen 36 %
Straßenverkehr 23 %
Baumaschinen u. a. mobile Maschinen/Geräte 20 %
Industrie 10 %
Landwirtschaft/Tierhaltung (Ursache Ammoniakemissionen) 8 %
restliche Einzelemittenten 3 %
PM2.5=Partikel kleiner 2,5 Mikrometer

NOx - reizt und schädigt Atemwege (akute Gefahr für Asthmatiker)

Straßenverkehr 41 %
Industrie 21 %
Baumaschinen und andere mobile Maschinen/Geräte 13 %
Heizungen (alle Brennstoffe) 10 %
Landwirtschaft 6 %
restliche Einzelemittenten 10 %
Hauptverursacher im Straßenverkehr: Dieselmotoren

Benzo(a)pyren - starke karzenogene Wirkung (Lungenkrebs, Nierenkrebs...)

Baumaschinen und andere mobile Maschinen/Geräte 45 %
Holzheizungen 43 %
Straßenverkehr 8 %
Industrie/Gewerbe (gesetzl. Auflagen greifen hier spürbar) 3 %
restliche Einzelemittenten 1 %
Benzo(a)pyren gilt als Leitsubstanz der Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese entstehen bei unvollständigen Verbrennungsprozessen.

 

Junge inhaliert

„Insbesondere die Verbrennung von Holz verursacht darüber hinaus bei Flourwasserstoff, Chlorwasserstoff, Benzol, den Schwermetallen Cadmium, Blei, Chrom und Kupfer sowie den polychlorierten Dioxinen und Furanen hohe Emissionsfrachten.“ Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

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